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„Im
Angriff wie in der Abwehr war das in den ersten 15 Minuten
katastrophal“, kritisierte Levold. Auch seine frühe Auszeit
beim 2:5 änderte nicht viel daran. Jenny Stapelfeldt führte
mit ihrem Tor zum 10:4 nach gut 17 Minuten die Viertorestädterinnen
schon etwas vor. „Das waren zwei völlig verschiedene
Halbzeiten. Wir müssen uns an die eigenen Nasen fassen. Unser
aggressives Angriffsspiel haben wir nach der Pause nicht fortgeführt.
Das war sehr enttäuschend. Der Rückraum war zu passiv“,
analysierte VfL-Trainer Jörg Engelhardt treffend.
In
der Tat spielten die Stapelfeldt, Wilcken und Brandt mit ihren
schnellen Übergängen die Neubrandenburger 5:1-Abwehr fast
schwindelig. Allerdings ließen sie auch ein paar
Hundertprozentige liegen. Levold tanzte an der Seitenlinie auf
und ab, feuerte seine Mannschaft bei der Defensivarbeit an. Und
erneut half er. Erst stellte er auf eine nicht so offene 6:0 um,
dann baute er langsam seine Mannschaft um.
Die
ersten Signale setzte Juliane Kiewitt. Sie versenkte vier ihrer
fünf Würfe vor der Pause im VfL-Tor. Die Linkshänderin machte
mehr Druck und schloss einen Konter zum 8:11 ab. Mit dem
Wiederanpfiff waren die Mecklenburgerinnen endlich hellwach.
Xavier Naidoo sollte mit seinem „Alles wird besser werden“
beim Warmmachen der Teams Recht behalten. Naidoo-Fan Kristina
Osterland übernahm die Regie, Ulrike Petznick traute sich zum
10:12. Charlotte Grade wirbelte jetzt auf linksaußen und machte
schließlich das 13:13.
Dann
brach die Zeit von Julia Janke an. Drei Treffer von rechtsaußen
zum 16:13 folgten. Beim Zurücklaufen huschte ein Lächeln über
ihr Gesicht. Die Abwehr steigerte sich und Torfrau Antje
Herzberg gab den nötigen Rückhalt mit lauten Ansagen und guten
Paraden.
Die
VfL-Auszeit nach dem 17:13 durch Grade (43.) blieb ohne Wirkung.
Das 20:16 durch Petznick in 4:6-Unterzahl sprach Bände. Selbst
die Rote Karte für Kristina Osterland (54.) nach drei
Zeitstrafen warf die Fortuna nicht mehr aus der Bahn. Herzberg
hielt ihren zweiten Siebenmeter und Patricia Kramp schloss einen
über die Stationen Janke und Grade lehrbuchmäßig
vorgetragenen Tempogegenstoß zum 25:19 (57.) ab. Spätestens da
war das Duell entschieden.
SV
Fortuna Neubrandenburg:
Herzberg,
Meyer – Kramp (3), Grade (9/3), Petznick (3), Albrecht,
Osterland, Pahl (1), Pinkohs (1), Kiewitt (5), Deinert, Wirth,
Janke (4), n. e.: Genditzki
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