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Charlotte Grade stach mit ihren zwölf Toren aus einer geschlossenen Mannschaftsleistung der Fortuna-Frauen noch hervor.
Foto:
H. Brosin
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Neubrandenburg
- Der ungewollte Wachmacher kam schon beim Einwerfen. Linkshand
Julia Janke hätte beinah Torfrau Antje Herzberg abgeschossen.
Der scharfe Ball aus acht Meter Entfernung traf zum Glück nur
den rechten Oberarm Herzbergs, und nicht ihren Kopf. Fortunas
Nummer eins, am Sonnabendnachmittag die einzige Keeperin im
Aufgebot, zeigte ein schmerzverzehrtes Gesicht, schüttelte sich
ein paar Mal und machte anschließend ein großes Spiel.
„Neubrandenburg
hat heute verdient gewonnen, auch weil die Mannschaft eine bärenstarke
Torhüterin besitzt“, lobte Jens Molkow, Trainer der HF
Henstedt-Ulzburg/ Kisdorf (HUK), einen Garanten für den
deutlichen 37:25-Erfolg. Die 28-Jährige parierte gleich
mehrere Konter der Gäste |
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und
auch zwei Siebenmeter. „Antje hat zum Ende der ersten Halbzeit
wichtige Bälle gehalten. So konnten wir mit dem 16:9 im Rücken
nach dem Wechsel gelöst weiterspielen“, anerkannte auch
Fortuna-Trainer Udo Levold die Leistung unmittelbar nach dem
Abpfiff.
Die
Gäste zeigten eine andere Qualität als die Mitaufsteiger Pro
Sport Berlin und der MTV Herzhorn. Die fehlende
Durchschlagskraft aus dem Rückraum versuchte das Team mit den
erfahrenen Janetzki, Haupt und Bachmann durch intelligente
Abwehrarbeit und Tempogegenstöße zu kompensieren. So bekam
Charlotte Grade schon früh eine Sonderbewachung zugeteilt.
„Sie haben uns immer wieder vor Probleme gestellt, aber meine
Mannschaft hat dafür Lösungen gefunden“, sah auch Levold mit
den HF HUK den bisher stärksten Widerpart in heimischer Halle
vor gut 100 Zuschauern.
Mit
Beginn der zweiten Halbzeit reagierte der Fortuna-Trainer,
stellte Grade auf Linksaußen und ließ Ulrike Petznick aus dem
Rückraum spielen – mit Erfolg. Schon nach 38 Minuten war die
Partie entschieden. Die überragende Grade ließ mit einem
kurzen Antritt drei Gegenspielerinnen stehen und schloss zum
20:10 ab. „Lotte hat befreit aufgespielt“, freute sich auch
Levold mit seiner Allrounderin.
Geführt
von Maria Pahl und Kristina Osterland spielte sich die
Mannschaft phasenweise in einen Rausch. Grade traf mit ihrem
zehnten Tor zum 30:19 (51.). Der Ball lief schnell durch die
eigenen Reihen, schöne Kombinationen und sehenswerte
Kreisanspiele wurden den Zuschauern geboten. Als sich kleine
Konzentrationsmängel einschlichen, griff Levold noch einmal
erfolgreich mit einer Auszeit ein.
SV
Fortuna Neubrandenburg:
Herzberg – Kramp (2), Grade (12/1), Petznick (1),
Pahl (4), Pinkohs (4), Albrecht (1), Osterland (8/4), Janke
(4),
Schulze (1), von der Heyden, Genditzki, Deinert, Wirth alle n.
e. |