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Entwischt:
Charlotte Grade machte viel Druck aus dem linken Rückraum und
steuerte acht Tore zum Erfolg gegen Pro Sport Berlin bei.
Foto:
Udo Zander
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Neubrandenburg
- Zum Ende des ungleichen Handball-Duells standen gleich vier
Fortuna- Neulinge auf der "Platte". Da war es dann
auch nicht so tragisch, dass der Schluss- angriff nicht mehr mit
dem 36. Neubranden- burger Tor abgeschlossen wurde. Der Sai- sonauftakt
der neuformierten Mannschaft von Trainer Udo Levold ist gegen
den Auf- steiger Pro Sport Berlin 24 mit einem deut- lichen
35:17 (16:4) gelungen, allerdings leisteten die Gäste auch kaum
Gegenwehr. "Wir haben das Tempo gemacht, alle haben ihre
Spielanteile bekommen. Der Gegner hat es uns heute aber auch
nicht schwer gemacht", freute sich der Fortuna-Trainer mit
seiner Mannschaft, hob aber nicht ab. Die neue größere
Anzeigetafel in der Halle bestand ebenso ihre Feuertaufe.
Nach
den Abgängen von so wichtigen Stammspielerinnen
wie Vivien Schwarz, |
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Ulrike
Hamann und Nicole Hagemann wussten ihre Nachfolgerinnen durchaus
zu überzeugen. Allrounderin Charlotte Grade machte Betrieb auf
halblinks, konnte nur unfair gestoppt werden, traf vom
Siebenmeterpunkt und sogar aus der Distanz sehenswert ins
Dreiangel. Juliane Kiewitt begann rechtsaußen und rückte später
auf die Halbposition, von der sie nur selten zu bremsen war.
Julia Janke ließ mit ihren acht Toren Wirbelwind "Bolle"
Hagemann nicht vermissen. "Das macht sie ruhig und
gut", lobten die Fortuna-Fans unter den 200 Zuschauern
schon früh die im August erst 17 Jahre alt Gewordene. "Sie
ist einen großen Schritt vorangekommen, besonders bei der
Torwurf-Effektivität. Nun muss sie mit Selbstvertrauen diese
Leistung auch kontinuierlich bringen. Natürlich hat sie auch
von einigen guten Anspielen ihrer Mitspielerinnen
profitiert", lobte Levold.
"Meine
Mannschaft hatte einen völligen Blackout."
Nur in der Anfangsphase taten sich die Gastgeberinnen etwas
schwer. Erst nach knapp sieben Minuten erzielte
Fortuna-Regisseurin Maria Pahl das 2:0. Beim 1:6 nahm das
Berliner Trainer-Gespann dann eine Auszeit. Anschließend
konnten die Gäste ihre durchaus vorhandenen Größenvorteile
nicht nutzen, waren zu harmlos in der Abwehr und leisteten sich
im Spielaufbau unzählige Ballverluste. "Fortuna war in
allen Belangen besser. Meine Mannschaft hatte einen völligen
Blackout. Eine Einzelanalyse ist heute völlig fehl am
Platze", sagte Trainer Frank Großmann.
Die
Vier-Tore-Städterinnen drückten auch in der zweiten Halbzeit
aufs Tempo. "Das habe ich meinem Team in der Halbzeitpause
gesagt. Mit dem Wiederanpfiff sind uns dann auch die einfachen
Tore gelungen", freute sich Levold. Einige Schreckminuten
gab es dennoch für die Fortuna. Maria Pahl landete nach einem
Zusammenprall mit Lisa Heydeck in der 42. Minute hart auf den
Hallenboden und musste von Physiotherapeutin Marina Friedrich
behandelt werden. Die Tränen waren aber schnell getrocknet und
Pahl, die nahezu durchspielte, kam später wieder aufs Feld.
SV
Fortuna Neubrandenburg:
Herzberg, S. Meyer (ab 51.) - Pinkohs (4), Dahn, Grade (8/4),
Petznick (1),
Pahl (2), Albrecht (3), Osterland (2/2), Kiewitt (5), Janke (8),
Starsy (1),
Deinert (1), Wirth |