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Hamann (Potsdam) den Ausschlag für ihren
Erfolg. Trainer Udo Levold brachte ein umgestelltes Team zum
Wiederbeginn. Cindy Pinkohs rückte für Maria Pahl auf die
Regieposition. Kristina Osterland strahlte von halbrechts mit
einfachen Würfen jetzt mehr Torgefahr aus. Davon profitierte
auch Charlotte Grade mit ihrer Dynamik und schönen Toren. „In
der ersten Halbzeit sind wir nicht mit dem Druck klar gekommen,
uns fehlte auch das Durchsetzungsvermögen“, sagte Udo Levold,
der schon nach gut acht Minuten beim 4:5 zur Grünen Karte
griff.
Doch
die Auszeit änderte nicht viel am Spielverlauf. Die jungen
Schwerinerinnen zogen vor allem durch die noch 17-jährige
Regisseurin Wendy Künzel und Linksaußen Vivien Bartlau
unbeirrt ihre Bahn, versäumten aber durch Fehler bei
Tempogegenstößen einen größeren Vorsprung herauszuwerfen.
Fast schon symptomatisch in dieser Situation für Fortuna: Julia
Janke scheiterte 20 Sekunden vor dem Halbzeitpfiff beim Konter
an Manja Wulf. Die ehemalige Fortunin parierte einige gute Bälle
und auch einen Siebenmeter.
„Ich
habe dann umgestellt und Cindy hat ihre Aufgabe im Aufbau gut
gelöst“, lobte Levold. Auf der Abwehrspitze setzte Stefanie
Albrecht die Gäste mehr unter Druck – mit Erfolg. Sie traf
selbst zum 13:13 in der 33. Minute. In der Folge blieb es ein
offener und spannender Schlagabtausch, bei dem das
Schiedsrichtergespann Baumgard/Baumgard nicht immer ein glückliches
Händchen bewies.
Die
Unparteiischen aus Greifswald und Rostock zogen sich nicht nur
den Unmut der Neubrandenburger Fans zu. Auch Levold brachten die
Referees fast zur Weißglut mit ihren umstrittenen
Entscheidungen. Der Fortuna-Trainer wurde so in der 47. Minute
verwarnt. Er wollte die Leistung der Schiedsrichter nicht
kommentieren. Sie pfiffen zudem die schnelle Mitte der
Schweriner gleich sechs Mal zurück. „Wir spielen
Tempohandball. Das liegt im Ermessen der Unparteiischen“,
zeigte sich Bartlau eher unaufgeregt und diplomatisch.
Mit
dem 27:23 (56.) durch Cindy Pinkohs in Unterzahl war eine
Vorentscheidung gefallen. Die Gäste kämpften und verkürzten
noch auf zwei Tore. „Wir müssen unsere Heimspiele gewinnen
und freuen uns auf das Rückspiel“, sagte der Schweriner
Trainer.
SV
Fortuna Neubrandenburg:
Herzberg,
Lüth (bei zwei Siebenmetern) – Kramp (3), Grade (9/1), Pahl
(1),
Pinkohs (3), Albrecht (2), Osterland (7/1),Kiewitt (1), Janke
(3),
Genditzki (n.e.), Deinert (n.e.), Wirth (n.e.) , Petznick (n.e.)
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