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Bericht vom 20.11.2009 Mini-Kader fährt an die Nordsee |
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von Sven Kaiser Neubrandenburg - Kein ausgiebiger Spaziergang an der frischen Seeluft. „Den werden wir uns wohl klemmen“, sagt Fortuna-Trainer Udo Levold vor dem Regionalliga-Duell am Sonntag beim Last-Minute-Aufsteiger Bredstedter TSV (nördlich von Husum). Einige Experten meinen die Seeluft mache Städter müde. Die Handballerinnen des Berliner TSC bestreiten allerdings, dass ihre 27:29-Niederlage Ende September aus diesem Grund zustande kam. So wird sich der Neubrandenburger Trainer etwas anderes einfallen lassen, um die müden Beine seiner Spielerinnen nach einer mehr als 400 Kilometer langen Anreise auf Trap zu bringen. Das Auswärtsspiel in Nordfriesland ist zudem noch mit einem anderem Problem verbunden. Udo Levold wird nur mit einem kleinen Kader auf Reisen gehen können. Fast zum gleichen Zeitpunkt spielt die A-Jugend beim Berliner TSC. Bei der Terminkonferenz im späten Frühjahr saßen noch die Verantwortlichen von Travemünde am Tisch. Wenig später durften die Raubmöwen durch den Zwangsabstieg von Erstligist Nürnberg wieder in die 2. Bundesliga Nord zurückkehren. Bredstedt stieg als Oberliga-Vierter der Meisterschaft in Schleswig-Holstein in die Regionalliga auf. Das Team übernahm die Travemünder Termine, hat aber am Sonnabend keine freie Hallenkapazität. „Wir müssen sehen, dass wir unsere beiden Mannschaften personell so ausstatten, dass sie ihre Ziele umsetzen können“, sagt Levold. Im Klartext heißt das wohl: Julia Janke und Ulrike Petznick stehen für die erste Mannschaft nicht zur Verfügung. Sieben Frauen fürs Spielfeld plus zwei A-Jugendliche ist seine „Personal-Formel“, die trotzdem zum Erfolg führen soll. Als
Vorbild gilt der Vergleich in Altlandsberg. „Entscheidend wird sein,
ob wir über 60 Minuten das Spiel machen“, fordert Levold volle
Konzentration. Der Tabellenvorletzte zeichnet sich vor allem durch seine
Moral aus. „Sie geben sich nie auf, wollen ein Spiel immer noch
drehen“, weiß Levold um die Gefahr der Mischung aus erfahrenen und
jungen Handballerinnen, die beim Zweitligisten Harrislee ihr Handwerk
erlernt haben. |