|
Schon
nach dem jüngsten Sieg gegen Aufsteiger TSV Ellerbek forderte
VfL-Spielerin Jenny Stapelfeldt eine deutliche Steigerung ein,
um das Vorhaben in der Viertorestadt umzusetzen. Denn die Gäste
haben auch wegen einiger verletzter Spielerinnen noch nicht die
gewünschte Stabilität gefunden. Gegen Ellerbek lief es in der
ersten Halbzeit nicht rund. Doch aus einem 13:14 zur Pause wurde
noch ein 27:21.
Ähnliche
Probleme kennt auch Fortuna-Trainer Udo Levold. Nach der zweiwöchigen
Spielpause wollen die Mecklenburgerinnen wieder angreifen.
"Wir wollen bis Weihnachten richtig Gas geben und schon
gegen Schwartau zwei Punkte holen", möchten die
Neubrandenburgerinnen nach zehn Vergleichen wieder ein
ausgeglichenes Punktekonto besitzen. Dass sie dabei auf eine
gehandicapte Schwartauer Mannschaft treffen, will Levold nicht
überbewertet wissen. "Darauf gebe ich nicht soviel. Wir müssen
auf uns schauen und unsere Stärken abrufen. Zudem haben unsere
Gäste mit Claudia Brandt und Katarina Wilcken erfahrene
Handballerinnen im Kader", ist sich der viertorestädter
Handball-Lehrer der Stärken der Holsteinerinnen durchaus
bewusst. Neuzugänge wie Karen Wessoly und Leonie Wulf haben
sich inzwischen gut integriert, waren zuletzt torgefährlich.
Die
Viertorestädterinnen können personell nahezu aus dem Vollen
schöpfen. Bisher ist die Mannschaft von Infekten noch verschont
geblieben. "Wir werden den Spielerinnen nicht vorschreiben,
dass sie sich impfen lassen sollen. Das ist ihre ganz persönliche
Entscheidung", sagt Levold. Im Süden Deutschlands waren in
der Vergangenheit schon Spiele wege an Grippe erkrankter
Handballer ausgefallen. Einige Fortuna-Spielerinnen hatten die
kurze Pause genutzt, um zu regenieren, Luft zu holen.
"Jetzt gilt unsere Konzentration ganz der Partie gegen Bad
Schwartau", fordert Levold, der auch heute mit der
Mannschaft noch einmal trainieren wird.
Positive
Momentaufnahme für die Fortuna: Charlotte Grade führt mit 67
Toren aus neun Spielen die Torschützenliste der Liga an. Sie
wandelt dabei auf den Spuren von Maxi Hayn, die es in ihrer
vorerst letzten Saison 2006/2007 für Fortuna '50 als Dritte der
Rangliste auf immerhin 201 Treffer brachte. Anschließend
wechselte die heutige Auszubildende zum Bundesligisten
Buxtehuder SV, 18 Monate später ist die Linkshänderin gerade
von Bundestrainer Rainer Osmann in den erweiterten WM-Kader
berufen worden. "Darüber habe ich mich riesig gefreut.
Schließlich ist Maxi von Norbert Wiedenhöft und mir
ausgebildet worden. Sie hat in ihrer zweiten Saison für
Buxtehude einen Sprung gemacht, wirft dort mehr Tore",
verfolgt Levold ihre Leistungsentwicklung. Erst vor zwei Wochen
hatte sich die Rand-Hamburgerin und frühere
Jugendnationalspielerin mit ihren Eltern das MV-Derby gegen Grün-Weiß
Schwerin angesehen. |